NYMPHENBURG – Auferstehung im Hexenhaus

Plakat Ausstellung Tilmann Krumrey Nmphenburgist der Titel der kommenden Ausstellung des Künstlers im sogenannten „Hexenhaus“, dem ehemaligen Spielhaus des jungen Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. Das zweigeschossige Holzbauwerk steht im Schlosspark Nymphenburg (München) in einem rechteckigen Areal durch das sich ein kleiner Bach windet und das sich links nach dem Eingang in den Park befindet. Dieser Teil, der Kronprinzengarten, ist die erste Arbeit Friedrich Ludwig Sckells, der damit 1799 begann, den ehemaligen Barockgarten im englischen Stil umzugestalten. Ein genauer Ortsplan für interessierte Besucher findet sich hier (Punkt 12 im Plan).

Die Ausstellung findet vom 30.6. bis einschließlich 20.07.2011 statt. Der Pavillon ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet und ist anlässlich der Ausstellung des Künstlers zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Aus konservatorischen Gründen sind nur jeweils 5 Besucher gleichzeitig im Pavillion erlaubt. Der Eintritt ist frei.

Zu sehen ist die überlebensgroße Bronzeplastik „KAIN und ABEL“ sowie die beiden Portalfiguren „STILLE“ und „OHNMACHT“. Im Obergeschoss befindet sich die in diesem Jahr neu erschaffene lebensgroße Figur „DORNRÖSCHEN“ die hier ihre „Auferstehung“ feiert. Beide Hauptwerke sind in eigens vom Künstler für dieses Gebäude geschaffenen Rauminstallationen (Environments) eingebunden und inszeniert.

Genaueres über Monumentalplastik „KAIN und ABEL“ ist in einem Artikel von Claus Stephani nachzulesen, der im aktuellen UND Kunstjournal erschienen ist.

Work and Word in ART.ES

Monomyth Series: BLOCK 1 - BREATH - Environment -plywood aleppo pine, molleton, light installation, sound installation, lawn, paint - Tilmann Krumrey 2010

Kürzlich bekam der Künstler die Gelegenheit zwei Seiten in der international bekannten Kunstzeitschrift ART.ES zu gestalten. Der Beitrag erschien in der Rubrik work and word.

The artist became the opportunity to create two pages of the internationally renown art magazine ART.ES recently. The article was published in under the category work and word.

art.es no 41 obra_y_palabra Tilmann Krumrey

Die Webseite des Magazins und sein Verbreitungsgebiet / The webpage of the magazine and its distribution: http://art-es.es/distribucion.htm

Hier finden Sie den Artikel als pdf zum Herunterladen / Here you will find the article as pdf-download: art.es no 41 obra_y_palabra Tilmann Krumrey

Raum-Installation Impressionen

Vom 11. Januar bis zum 19. Mai 2010 war Tilmann Krumrey „Resident Artist“ im neuen Kunstraum BRIENNER 48 im Münchner Kunstareal. Er realisierte vor Ort die 3,14 m große Skulptur KAIN und ABEL, die er dann vom 6. bis 16. Mai in einer eigens dafür konzipierten Rauminstallation zeigte.

KAIN UND ABEL verkörpern die Geschichte der verfeindeten Brüder – den Täter und das Opfer – die  hier untrennbar zu einer Form verschmolzen sind. Dieser Prototyp des menschlichen Handelns, so argumentiert der Künstler, stellt den Konflikt zwi schen Haben und Sein dar, wie selbst die Etymologie der Namen bestätigt: steht KAIN doch für Erwerb im Hebräischen und ABEL für den Atem. Der eine Bruder gewinnt Kraft aus dem anderen. Für Krumrey bedeuten KAIN UND ABEL aber auch ein Ur-Beispiel jenes Monomythos, welcher die essentielle Verbundenheit der Menschheit verdeutlicht und welchen der Mythologe Dr. Joseph Campbell als das zyklische Grundmuster, das weltweit allen Mythen zugrunde liegt, beschrieben hat. In diesem Zyklus steht der Brudermord an der Stelle der Grenzüberschreitung, die Tat führt zur Verbannung des Ackerbauern KAIN, welcher fortan als Architekt, Städte bauer und Metallurg zum Urvater unseres westlichen, auf Technologie basierten Kulturmodells reift. Wegen seiner auf die Verbannung folgenden rastlosen Wande rungen ist KAIN im christlich-jüdischen Kontext zugleich aber auch der Prototyp aller Migranten.
Die Skulptur wurde in dem Raum und mittels Licht, Geruch und Klang in Szene gesetzt. Die Besucher waren eingeladen, ohne Schuhe einen sakral-mythischen Ort zu betreten, der alle Sinne anspricht und stimuliert. Die dazu eigens komponierte Klanginstallation entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Musiker Juergen Reiter.
Nach einer ersten Präsentation am Ort des Entstehens, im Kunstraum BRIENNER 48, wird das Gesamtkunstwerk aus Skulptur, Raum und Klang im August 2010 nach Spanien transportiert und in der Nähe von Madrid auf dem Festival für zeitgenössische Kunst in Arenas de San Pedro gezeigt.

Guerilla-Kultur München852

Bildhauer Tilmann Krumrey mit seiner „work in progress-Aktion: Kain & Abel“ in der Werkstatt Brienner 48 spricht über Gropius und das Gesamtkunstwerk als Idee des bauhaus.

1 WORLD 1 STORY: Über die Mythologie auf dem Weg zum Frieden

Zwischen dem 11. Januar 2010 und dem 31. März 2010 können Sie die Geburtsstunde einer Idee persönlich und wirklich mitverfolgen. Tilmann Krumrey ist in diesem Zeitraum Resident Artist in der Werkstatt-Brienner-48 in München und fertigt seine neueste Skulptur – live und vor den Augen des Münchner Publikums.

Das Projekt Werkstatt-Brienner-48 raumlabor   weltbühne   refektorium, ist ein offener Raum für Kunst, Kultur und Zusammenkunft und stellt ein neues Modell dar, über einen physischen Raum, das Zusammentreffen unterschiedlichster Menschen, Kulturen, Subkulturen und Ideen zu ermöglichen.

Das Ladenlokal, mit den drei großen Schaufenstern auf die Briennerstrasse, befindet sich in der Hausnummer 48, etwa 500 Meter hinter dem Lenbachhaus, auf der rechten Straßenseite. Das privat finanzierte Projekt um den Kurator und Architekten Hajo Bahner stellt ein Stück weit kreatives Chaos, Spontaneität und Direktheit her, etwas, das im musealen und geordneten München – häufig und wohl auch zurecht beklagt – oftmals fehlt.

Als erster Künstler ist nun Tilmann Krumrey für drei Monate in diesem „einzigen Außenposten Berlins“ zu Gast und erschafft an diesem Ort seine neueste Skulptur, eine überlebensgroße Bronze zum Thema KAIN und ABEL. Mit dieser Arbeit möchte der Künstler einen aktiven Beitrag zur Förderung des Friedens – insbesondere im Nahen Osten – leisten.

Sie können direkt vor Ort den Aufbau der Skulptur von der Idee bis zum fertigen Modell mit 3 Meter Größe und 300 kg Gewicht mitverfolgen, Fragen stellen, teilhaben. Der Künstler ist beinahe täglich anwesend und steht für Gespräche mit interessierten Beobachtern zur Verfügung.

Während des gesamten Projektzeitraums finden dort zusätzlich in loser Folge Zusammenkünfte und Happenings statt, die an dieser Stelle und in den üblichen Medien angekündigt werden.