Cyprus Spring 2017 – Inauguration

2017, April 21 Begegnung mit dem Selbst – Gasteig, München, Blackbox

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BEGEGNUNG MIT DEM SELBST
ist auch die Begegnung zweier Künstler: Fotis Nikolaou (Tanz) und Tilmann Krumrey (Skulptur). Eine getanzte Performance über die Zärtlichkeit und die Notwendigkeit von Liebe und Koexistenz.
Die zerbrechlichen Herzen treten einander gegenüber, von Angesicht zu Angesicht, mit ihren ganzen Leidenschaften, Wünschen und Ängsten. Ihr Gegner ist immer ihr eigenes Selbst und ihre Einsamkeit. Es ist alles auf einmal: eine düstere, heidnische und poetische Reise, eine Suche nach Identität und die Notwendigkeit, irgendwohin zu gehören.
An einem zeitlosen Ort, in einem Raum ohne Erinnerung, kämpfen die Helden des Spiels lautlos auf der Suche nach Kameradschaft, Akzeptanz, Anerkennung.
Eine Skulptur aus dem Steinbruch des Menschenseins, erschaffen aus dem Herzen eines Poeten – Kain und Abel – Täter und Opfer vereint zu einer Figur.
Die Brüder als Konkurrenten, verbunden, verwachsen im Geschlecht, im doppelten Sinn: beide vom selben Stamm, beide gleichen Geschlechts, in den Hüften miteinander verschmolzen.
Der Tod des einen ist zugleich der Tod des anderen.
Das ist dann, wenn die Koexistenz aus den Fugen gerät.

Fotis Nikolaou – Choreographie, Tanz
Tillman Krumrey – Skulptur, Tanz
Hamilton Monteiro – Tanz
Dimitris Spyrou – Musik
Panagiotis Manousis – Beleuchtung

Veranstalter: Kulturabteilung, Botschaft der Republik Zypern
Mit freundlicher Unterstützung des Honorarkonsuls der Republik Zypern in München

Hier eine filmische Einführung durch den Künstler. Copyright® Aude Rain, ArtFilms, Paris.

A NEW ARTSPACE IS BORN IN MUNICH DOWNTOWN

The name is M45.

The address is Müllerstrasse 45, Munich, second courtyard. It started with an Opening Week on April 22 – 26, 2015.

M45 is a multifunctional center, an experimental observatory of artistic and cultural experiences, a creative laboratory for stimulating innovation and evolution.

 

Videoinsight® Foundation (www.fasv.it), non-profit organization for the Promotion of Well-being through the integration of Contemporary Art, Psychology and Medicine, shows in M45 Art Videos from the well-known Videoinsight® Collection: a selection of Contemporary Art with High Psychological Impact and Psycho-diagnostic and Psycho-therapeutic potential.

The Art Program includes videos by 
international famous artists: Nathalie Djurberg, Hans op de Beeck, Keren Cytter, Laure Prouvost, 
Katarzyna Kozyra, Kate Gilmore, Marzia Migliora, Ursula Mayer, Beatrice Pediconi, Eulalia Valldosera, Vyacheslav Akhunov, Said Atabekov, Tobias Zielony, Larissa Sansour, Maria Josè Arjona, Sophie Whettnall, Julika Rudelius, Agnieszka Polska, Vlatka Horvat, Fatma Bucak, Erdem Tasdelem, Vladimir Houdec, Cheryl Pope, Masbedo, Goldiechiari. Some of them participate to the Venice Biennale 2015 ‘All the World’s Futures’.

The artist Tilmann Krumrey is presently owner of the artpace. For further info please visit the website: http://m45artspace.de

 

KAIN und ABEL

 

Die 3,14 m hohe Figur ist hier im Gipsmodell ein letztes Mal als Einheit zu sehen. Das Foto (herzlichen Dank an den Fotografen Christoph A. Hellhake) entstand in der Gießerei, am Abend bevor das Gipsmodell der Figur in 8 Teile zerteilt wurde: 2 Köpfe, 4 Arme, 1 Rumpf, 1 Paar Hände mit Stein. Später werden sogar neun Einzelteile daraus, da der Rumpf nochmals geteilt wird, um einen besseren Guss zu erzielen.

Ähnlich der mythologischen Zerstückelung des OSIRIS, musste das Modell vor der Abformung zersägt werden, um die riesigen Formen handhaben zu können und um den Gussvorgang zu optimieren.

Nach der Verwandlung in Metall durch den Bronzeguss bei knapp 1100 Grad Celsius, wird die Figur durch den Künstler (in der Funktion von ISIS 😉 ) wieder zusammengesetzt und zu neuem Leben erweckt.

Raum-Installation Impressionen

Vom 11. Januar bis zum 19. Mai 2010 war Tilmann Krumrey „Resident Artist“ im neuen Kunstraum BRIENNER 48 im Münchner Kunstareal. Er realisierte vor Ort die 3,14 m große Skulptur KAIN und ABEL, die er dann vom 6. bis 16. Mai in einer eigens dafür konzipierten Rauminstallation zeigte.

KAIN UND ABEL verkörpern die Geschichte der verfeindeten Brüder – den Täter und das Opfer – die  hier untrennbar zu einer Form verschmolzen sind. Dieser Prototyp des menschlichen Handelns, so argumentiert der Künstler, stellt den Konflikt zwi schen Haben und Sein dar, wie selbst die Etymologie der Namen bestätigt: steht KAIN doch für Erwerb im Hebräischen und ABEL für den Atem. Der eine Bruder gewinnt Kraft aus dem anderen. Für Krumrey bedeuten KAIN UND ABEL aber auch ein Ur-Beispiel jenes Monomythos, welcher die essentielle Verbundenheit der Menschheit verdeutlicht und welchen der Mythologe Dr. Joseph Campbell als das zyklische Grundmuster, das weltweit allen Mythen zugrunde liegt, beschrieben hat. In diesem Zyklus steht der Brudermord an der Stelle der Grenzüberschreitung, die Tat führt zur Verbannung des Ackerbauern KAIN, welcher fortan als Architekt, Städte bauer und Metallurg zum Urvater unseres westlichen, auf Technologie basierten Kulturmodells reift. Wegen seiner auf die Verbannung folgenden rastlosen Wande rungen ist KAIN im christlich-jüdischen Kontext zugleich aber auch der Prototyp aller Migranten.
Die Skulptur wurde in dem Raum und mittels Licht, Geruch und Klang in Szene gesetzt. Die Besucher waren eingeladen, ohne Schuhe einen sakral-mythischen Ort zu betreten, der alle Sinne anspricht und stimuliert. Die dazu eigens komponierte Klanginstallation entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Musiker Juergen Reiter.
Nach einer ersten Präsentation am Ort des Entstehens, im Kunstraum BRIENNER 48, wird das Gesamtkunstwerk aus Skulptur, Raum und Klang im August 2010 nach Spanien transportiert und in der Nähe von Madrid auf dem Festival für zeitgenössische Kunst in Arenas de San Pedro gezeigt.

Was für ein Ohrenschmaus

… schreibt das Rockmuseum München über die Klangperformance des Schlagwerkers Kersten Ginsberg, anlässlich des Richtfests des Stahlskeletts der Skulptur KAIN und ABEL am 30. Januar 2010.

Der Künstler Kersten Ginsberg liess es sich nicht nehmen auf den wohl ungewöhnlichsten Trommeln der Welt zu spielen. Das metallische Rohskelett einer fast drei Meter hohen Kain und Abel Skulptur diente dem Könner dazu, dem staunenden Publikum eine neue Tonvielfalt und kreatives Drumming zu zeigen. Ein unglaubliches Erlebnis für die Anwesenden bei einer Münchner Kunstvernissage. Drumsticks zauberten magische Klänge auf eine mythische biblische Figur. Das hatte München noch nicht erlebt.
Herbert Hauke, Rockmuseum Munich

Ein Blick auf die Götter … Impressionen einer Premiere

Am 10.10.2009 fand im Festsaal des Künstlerhauses in München am Lenbachplatz die Weltpremiere der Kunstbarren von Tilmann Krumrey statt.

Gleichzeitig wurden die bislang fertig gestellten Köpfe aus dem Projekt 100 Menschen 100 Köpfe gezeigt, sowie einige Kleinplastiken aus Feingold (Faun, Medusa).

Den Rahmen bildeten die beiden Gips-Originale der Portalfiguren des Monomythos Block, die hier ebenfalls zum aller ersten Mal einem Publikum vorgestellt wurden.

Hier eine Nachlese des hochkarätigen Kunstereignisses in Bildern …

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