Monomythos Serie: BLOCK 1 – ATEM

Das Video zur Rauminstallation auf dem internationalen Kunstfestival in Arenas de San Pedro.

Dank gebührt M.E.C. Hartung für die Videoaufnahmen zum Intro aus Pflanzen und Landschaft sowie Christoph Hellhake für die wunderbare Fotogrundlage, auf Grund derer die Animationen zur Darstellung der KAIN & ABEL Figur im Inneren der Rauminstallation entstanden sind. Schnitt und Animation hat Catherina Conrad ausgezeichnet professionell vorgenommen. Buch, Regie und Klanginstallation wurde vom Künstler realisiert, ebenso wie die gezeigten Skulpturen und die gesamte Rauminstallation.

Weiterhin ist dem gesamten Team zu danken, das Transport, Aufstellung und Inbetriebnahme, den anschließenden Abbau nach Ausstellungsende sowie die Foto- und Videoproduktion unterstützt und ermöglicht haben.

Zu nennen sind Karl-Christian Schmitt-Walter, Matthias Kjer, Alin Stirbu, Sergej Rösner, Cosma Mavrodineanu, Sophia Mavrodineanu, Adriana Rotaru und Christoph Hellhake.

Zu danken ist der Firma Gugg Guss, die in großzügiger Weise mit Zugfahrzeug und Anhänger den Transport ermöglichte. Der Stadt Arenas – insbesondere der Casa Cultura – und der 2.  Bürgermeisterin Teresa ist für Unterkunft und Unterstützung beim Auf- und Abbau zu danken.

Besonderer Dank gebührt Max Meier, dem Kurator der Ausstellung, der alles organisiert und ermöglicht hat, vom Gabelstapler bis hin zum Fotostatisten (Dank auch an den Motorradfahrer Alfredo).

Der höchste Dank des Künstlers gebührt der Galeristin Michaela Prinzessin Wolkonsky, ohne deren entscheidende Unterstützung die Rauminstallation, der Bronzeguss und die Ausstellung in Spanien niemals hätten realisiert werden können.

Finissage Arenas de San Pedro

Die Ausstellung in Arenas de San Pedro, Spanien, endet am 17. Oktober 2010. Am 16. Oktober, 13 Uhr, findet die Finissage statt.

Die Stadt befindet sich westlich von Madrid im Herzen Spaniens, in Kastilien, und ist allein schon eine Reise wert. Auch die Umgebung ist von großer landschaftlicher Schönheit (siehe Bilder).

KAIN und ABEL

 

Die 3,14 m hohe Figur ist hier im Gipsmodell ein letztes Mal als Einheit zu sehen. Das Foto (herzlichen Dank an den Fotografen Christoph A. Hellhake) entstand in der Gießerei, am Abend bevor das Gipsmodell der Figur in 8 Teile zerteilt wurde: 2 Köpfe, 4 Arme, 1 Rumpf, 1 Paar Hände mit Stein. Später werden sogar neun Einzelteile daraus, da der Rumpf nochmals geteilt wird, um einen besseren Guss zu erzielen.

Ähnlich der mythologischen Zerstückelung des OSIRIS, musste das Modell vor der Abformung zersägt werden, um die riesigen Formen handhaben zu können und um den Gussvorgang zu optimieren.

Nach der Verwandlung in Metall durch den Bronzeguss bei knapp 1100 Grad Celsius, wird die Figur durch den Künstler (in der Funktion von ISIS 😉 ) wieder zusammengesetzt und zu neuem Leben erweckt.

Raum-Installation Impressionen

Vom 11. Januar bis zum 19. Mai 2010 war Tilmann Krumrey „Resident Artist“ im neuen Kunstraum BRIENNER 48 im Münchner Kunstareal. Er realisierte vor Ort die 3,14 m große Skulptur KAIN und ABEL, die er dann vom 6. bis 16. Mai in einer eigens dafür konzipierten Rauminstallation zeigte.

KAIN UND ABEL verkörpern die Geschichte der verfeindeten Brüder – den Täter und das Opfer – die  hier untrennbar zu einer Form verschmolzen sind. Dieser Prototyp des menschlichen Handelns, so argumentiert der Künstler, stellt den Konflikt zwi schen Haben und Sein dar, wie selbst die Etymologie der Namen bestätigt: steht KAIN doch für Erwerb im Hebräischen und ABEL für den Atem. Der eine Bruder gewinnt Kraft aus dem anderen. Für Krumrey bedeuten KAIN UND ABEL aber auch ein Ur-Beispiel jenes Monomythos, welcher die essentielle Verbundenheit der Menschheit verdeutlicht und welchen der Mythologe Dr. Joseph Campbell als das zyklische Grundmuster, das weltweit allen Mythen zugrunde liegt, beschrieben hat. In diesem Zyklus steht der Brudermord an der Stelle der Grenzüberschreitung, die Tat führt zur Verbannung des Ackerbauern KAIN, welcher fortan als Architekt, Städte bauer und Metallurg zum Urvater unseres westlichen, auf Technologie basierten Kulturmodells reift. Wegen seiner auf die Verbannung folgenden rastlosen Wande rungen ist KAIN im christlich-jüdischen Kontext zugleich aber auch der Prototyp aller Migranten.
Die Skulptur wurde in dem Raum und mittels Licht, Geruch und Klang in Szene gesetzt. Die Besucher waren eingeladen, ohne Schuhe einen sakral-mythischen Ort zu betreten, der alle Sinne anspricht und stimuliert. Die dazu eigens komponierte Klanginstallation entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Musiker Juergen Reiter.
Nach einer ersten Präsentation am Ort des Entstehens, im Kunstraum BRIENNER 48, wird das Gesamtkunstwerk aus Skulptur, Raum und Klang im August 2010 nach Spanien transportiert und in der Nähe von Madrid auf dem Festival für zeitgenössische Kunst in Arenas de San Pedro gezeigt.

Live zu Gast in der Hörbar, auf M94.5

Tilmann Krumrey zu Gast in der Hörbar, im Live-Interview auf M94.5 , dem Münchner Aus- und Fortbildungskanal, ein Programm, das überwiegend in Zusammenarbeit mit Studenten der Münchner Universitäten entsteht. Der Sender steht für ein interessantes Programm und bietet ein vielseitiges Musikspektrum abseits des Mainstream. Gut zu empfangen über Rundfunknetz in München und über Webradio.

Hier geht es zum Interview.

Was für ein Ohrenschmaus

… schreibt das Rockmuseum München über die Klangperformance des Schlagwerkers Kersten Ginsberg, anlässlich des Richtfests des Stahlskeletts der Skulptur KAIN und ABEL am 30. Januar 2010.

Der Künstler Kersten Ginsberg liess es sich nicht nehmen auf den wohl ungewöhnlichsten Trommeln der Welt zu spielen. Das metallische Rohskelett einer fast drei Meter hohen Kain und Abel Skulptur diente dem Könner dazu, dem staunenden Publikum eine neue Tonvielfalt und kreatives Drumming zu zeigen. Ein unglaubliches Erlebnis für die Anwesenden bei einer Münchner Kunstvernissage. Drumsticks zauberten magische Klänge auf eine mythische biblische Figur. Das hatte München noch nicht erlebt.
Herbert Hauke, Rockmuseum Munich

Guerilla-Kultur München852

Bildhauer Tilmann Krumrey mit seiner „work in progress-Aktion: Kain & Abel“ in der Werkstatt Brienner 48 spricht über Gropius und das Gesamtkunstwerk als Idee des bauhaus.

Ein akustischer Rundgang

Erfahren Sie mehr: Kommen Sie mit, auf einen akustischen Rundgang.

Der Künstler Tilmann Krumrey begleitet die Pariser Journalistin Myriam Méchergui durch seine aktuelle Ausstellung.

(Noch bis zum 28. Februar 2010 in der Juwelenschmiede, Neuturmstrasse 2, in München).

Im Gespräch erfahren Sie differenzierten Einblick in seine Denkweise und Herstellungsgeheimnisse seiner Arbeit. Er erklärt den Begriff Monomythos und sein philosophisches Verständnis der Kunst und den Zusammenhang mit seiner Biographie. Hörenswert! Hier geht es zum Interview.

1 WORLD 1 STORY: Über die Mythologie auf dem Weg zum Frieden

Zwischen dem 11. Januar 2010 und dem 31. März 2010 können Sie die Geburtsstunde einer Idee persönlich und wirklich mitverfolgen. Tilmann Krumrey ist in diesem Zeitraum Resident Artist in der Werkstatt-Brienner-48 in München und fertigt seine neueste Skulptur – live und vor den Augen des Münchner Publikums.

Das Projekt Werkstatt-Brienner-48 raumlabor   weltbühne   refektorium, ist ein offener Raum für Kunst, Kultur und Zusammenkunft und stellt ein neues Modell dar, über einen physischen Raum, das Zusammentreffen unterschiedlichster Menschen, Kulturen, Subkulturen und Ideen zu ermöglichen.

Das Ladenlokal, mit den drei großen Schaufenstern auf die Briennerstrasse, befindet sich in der Hausnummer 48, etwa 500 Meter hinter dem Lenbachhaus, auf der rechten Straßenseite. Das privat finanzierte Projekt um den Kurator und Architekten Hajo Bahner stellt ein Stück weit kreatives Chaos, Spontaneität und Direktheit her, etwas, das im musealen und geordneten München – häufig und wohl auch zurecht beklagt – oftmals fehlt.

Als erster Künstler ist nun Tilmann Krumrey für drei Monate in diesem „einzigen Außenposten Berlins“ zu Gast und erschafft an diesem Ort seine neueste Skulptur, eine überlebensgroße Bronze zum Thema KAIN und ABEL. Mit dieser Arbeit möchte der Künstler einen aktiven Beitrag zur Förderung des Friedens – insbesondere im Nahen Osten – leisten.

Sie können direkt vor Ort den Aufbau der Skulptur von der Idee bis zum fertigen Modell mit 3 Meter Größe und 300 kg Gewicht mitverfolgen, Fragen stellen, teilhaben. Der Künstler ist beinahe täglich anwesend und steht für Gespräche mit interessierten Beobachtern zur Verfügung.

Während des gesamten Projektzeitraums finden dort zusätzlich in loser Folge Zusammenkünfte und Happenings statt, die an dieser Stelle und in den üblichen Medien angekündigt werden.