Was für ein Ohrenschmaus

… schreibt das Rockmuseum München über die Klangperformance des Schlagwerkers Kersten Ginsberg, anlässlich des Richtfests des Stahlskeletts der Skulptur KAIN und ABEL am 30. Januar 2010.

Der Künstler Kersten Ginsberg liess es sich nicht nehmen auf den wohl ungewöhnlichsten Trommeln der Welt zu spielen. Das metallische Rohskelett einer fast drei Meter hohen Kain und Abel Skulptur diente dem Könner dazu, dem staunenden Publikum eine neue Tonvielfalt und kreatives Drumming zu zeigen. Ein unglaubliches Erlebnis für die Anwesenden bei einer Münchner Kunstvernissage. Drumsticks zauberten magische Klänge auf eine mythische biblische Figur. Das hatte München noch nicht erlebt.
Herbert Hauke, Rockmuseum Munich

1 WORLD 1 STORY: Über die Mythologie auf dem Weg zum Frieden

Zwischen dem 11. Januar 2010 und dem 31. März 2010 können Sie die Geburtsstunde einer Idee persönlich und wirklich mitverfolgen. Tilmann Krumrey ist in diesem Zeitraum Resident Artist in der Werkstatt-Brienner-48 in München und fertigt seine neueste Skulptur – live und vor den Augen des Münchner Publikums.

Das Projekt Werkstatt-Brienner-48 raumlabor   weltbühne   refektorium, ist ein offener Raum für Kunst, Kultur und Zusammenkunft und stellt ein neues Modell dar, über einen physischen Raum, das Zusammentreffen unterschiedlichster Menschen, Kulturen, Subkulturen und Ideen zu ermöglichen.

Das Ladenlokal, mit den drei großen Schaufenstern auf die Briennerstrasse, befindet sich in der Hausnummer 48, etwa 500 Meter hinter dem Lenbachhaus, auf der rechten Straßenseite. Das privat finanzierte Projekt um den Kurator und Architekten Hajo Bahner stellt ein Stück weit kreatives Chaos, Spontaneität und Direktheit her, etwas, das im musealen und geordneten München – häufig und wohl auch zurecht beklagt – oftmals fehlt.

Als erster Künstler ist nun Tilmann Krumrey für drei Monate in diesem „einzigen Außenposten Berlins“ zu Gast und erschafft an diesem Ort seine neueste Skulptur, eine überlebensgroße Bronze zum Thema KAIN und ABEL. Mit dieser Arbeit möchte der Künstler einen aktiven Beitrag zur Förderung des Friedens – insbesondere im Nahen Osten – leisten.

Sie können direkt vor Ort den Aufbau der Skulptur von der Idee bis zum fertigen Modell mit 3 Meter Größe und 300 kg Gewicht mitverfolgen, Fragen stellen, teilhaben. Der Künstler ist beinahe täglich anwesend und steht für Gespräche mit interessierten Beobachtern zur Verfügung.

Während des gesamten Projektzeitraums finden dort zusätzlich in loser Folge Zusammenkünfte und Happenings statt, die an dieser Stelle und in den üblichen Medien angekündigt werden.

MONOMYTHOS ein Gesamt-kunstwerk

2012 wird das Gesamtkunstwerk von Tilmann Krumrey – der Monomythos Block – auf dem Ulysses Festival in Bregenz „Eine Odyssee am Bodensee“ in Österreich zu Gast sein.

Ich erbaue für meine Figuren einen heiligen Raum, in dem ich die einzige Geschichte der Menschheit – der amerikanische Altmeister der Mythenforschung Joseph Campbell nannte sie MONOMYTHOS – neu erzähle. Ich erzähle sie in Buchstaben aus Stein, Holz und Metall, in den Worten der Skulptur. Mit umhüllendem Raum – Architektur – und durch gelenktes Licht sowie Klang und Geruch erschaffe ich ein Gesamtkunstwerk. Ich nenne es MONOMYTHOS BLOCK: den Raum des öffentlichen Traums.

Zwei Figuren des ersten Ausstellungszyklus aus dem Monomythos Block  „Aufbruch ins Labyrinth“ sind bereits heute an besonderer Stelle bei Thomas Jirgens (Juwelenschmiede – gegenüber Hotel Mandarin Oriental) in München zu sehen: Am 17./18./19. Dezember findet die Vernissage in Form eines kleinen Empfangs statt. An drei Tagen, damit die geladenen Gäste auch im vorweihnachtlichen Stress die Zeit finden, vorbeizukommen.

Neben einigen der Köpfe, werden die beiden überlebensgroßen Skulpturen ERWECKT und GEKREUZIGT gezeigt und sich als Antipoden gegenüber stehen. Näheres zu GEKREUZIGT findet sich hier. Die Figur ERWECKT wird zu diesem Termin das erste Mal öffentlich gezeigt. Sie ist ein zentrales Werk des Künstlers, an dem er über einen Zeitraum von 18 Jahren gearbeitet hat.